EIP Agri Förderung 2021

1 Zistrose

Seit Kurzem sind wir Gegenstand der Projektförderung im Rahmen der Fördermaßnahme Europäische Innovationspartnerschaft "Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft". Das kurz als "EIP Agri" bezeichnete Netzwerk soll speziell dazu dienen, neue Impulse durch Innovationen für die Landwirtschaft zu geben.Das Netzwerk besteht aus der Piccoplant Mikrovermehrungen GmbH, der InProSens UG und dem Baumschulberatungsring Weser-Ems e.V..

Ziel der Projektpartner ist hierbei die Entwicklung eines Indoor-Farm-Moduls, das mit Hilfe optischer Messmethoden für die Züchtung sekundärer Pflanzenstoffe genutzt werden soll. Spektroskopische Methoden im nahen oder mittleren Infrarotbereich ermöglichen eine sekundenschnelle, zerstörungsfreie und direkte Pflanzenanalyse. Im Gegensatz zu konventionellen Laboranalysen können die im Indoor-Farm-Modul integrierten Sensoren berührungslos und unmittelbar an lebenden Pflanzen den Gehalt sekundärer Inhaltsstoffe bestimmen. Erstes Einsatzgebiet der Technologie soll die Zistrose sein.

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Salbeiblttrige
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Ende des Projektes ist der 15.08.2023.

2 Vaccinium

Seit dem 05.02.2019 sind wir, gemeinsam mit der SeedForward GmbH aus Osnabrück, dem Fachbereich Ingenieurswissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld, sowie in beratender Funktion, mit der Versuchsstation Beerenobst in Langförden, Gegenstand der Projektförderung im Rahmen der Fördermaßnahme Europäische Innovationspartnerschaft "Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft". Das kurz als "EIP Agri" bezeichnete Netzwerk soll speziell dazu dienen, neue Impulse durch Innovationen für die Landwirtschaft zu geben.

EU
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Innerhalb des Netzwerkes bilden wir die Operationelle Gruppe (OG) "Vaccinium". Die Gruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von smarten Düngemitteln und Pflanzenstärkungsmitteln für den ökologischen Heidelbeeranbau.

Im Zuge der ökologischen Orientierung vieler Haushalte hat in Deutschland die Nachfrage nach bio-zertifizierten Beeren zugenommen. Der Anbau unter Ausschluss von Agrarchemie bringt allerdings Herausforderungen mit sich:

Einerseits durch Schädlings- und Krankheitsbefall, andererseits durch fehlende Stickstoffquellen – in organischen Wirtschaftsdüngern sind diese nur in Form von relativ instabilem Ammonium enthalten. Bei einem pH-Wert des Bodens von >5 ist zudem die Eisenaufnahme gehemmt, was zu Mangelerscheinungen und verringerten Erträgen führt. Auch die abnehmende Biodiversität, z.B. durch das Bienensterben, sorgt für geringere Ernteerträge.

Aufgrund solcher Probleme ernten Biobetriebe im Heidelbeeranbau aktuell nur an die 3-4 Tonnen pro Hektar. Die Wirtschaftlichkeit dieser relevanten Sonderkulturen ist somit in Frage gestellt.

Unser Ziel ist es, wirtschaftliche Risikofaktoren im ökologischen Heidelbeeranbau zu minimieren und einen ertragreichen Anbau zu realisieren – insbesondere durch den Einsatz von innovativen biobasierten Düngern und Pflanzenstärkungsmitteln. Verfahren und Ansätze werden während und nach der Projektlaufzeit auch für Betriebe anderer Wirtschaftszweige zugänglich gemacht.

Eine spezielle Informationswebseite für das Projekt ist in Planung und wird hier demnächst verlinkt werden.

Ende des Projektes ist der 15.08.2021

3 ProMap

Plant Robot for Multidimensional Artificial Phenotyping for Plasma Enhanced Research

1. Problemstellung bzw. aktuelle Situation und Handlungsbedarf:


Trotz hoher Effizienz stellt die Direktsaat die moderne Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Oftmals gebündelt auftretenden Probleme, wie bakterielle und Pilz-Infektionen, durch diverse Schadinsekten übertragene virale Infektionen sowie eventuell auftretende Mangelerscheinungen, kann außer einer hochdosierten Applikation von Pestiziden und Düngemitteln meist nur wenig entgegengesetzt werden. Eine Lösung dieser Probleme erfordert ein gesamtheitliches Konzept sowie die Vernetzung verschiedener Kompetenzbereiche.

2. Innovationsidee und Lösungsansatz:

Ziel des Projekts ist es, neuartige Methoden der Robotik, eine multisensorielle Datenfusion zur Phänotypisierung sowie plasmatechnologische Lösungsansätze für den hochautomatisierten Einsatz im Agrarbereich zu einem neuartigen Gesamtsystem zu kombinieren. Dieses System soll den effizienten Einsatz von konventionellen Pflanzenschutzmaßnahmen und Nährstoffadditiven deutlich früher als bei klassischen Bewirtschaftungssystemen ermöglichen. Zum anderen soll der Einsatz von Pestiziden durch eine frühzeitige Anwendung alternativer Behandlungsmethoden, wie plasmaaktivierter Flüssigkeiten oder dem frühzeitigen Entfernen kranker Jungpflanzen, deutlich reduziert oder vermieden werden. Die Versuche werden in automatisierten Anzuchtbeeten für die Kulturen Zuckerrübe, Mangold und Flieder durchgeführt. Dazu wird ein kostengünstiger Pflanzroboter, welcher für die teil-automatisierte Aussaat, Bewässerung und Unkrautunterdrückung konzipiert worden ist, zu einer multisensoriellen und vollautomatisierten Anlage erweitert. Methoden des maschinellen Lernens werden genutzt, um aus einer geeigneten Menge an Trainingsdaten ein Modell zu entwickeln, das in der Lage ist, Aufgaben der Klassifikation vollständig autonom durchzuführen.
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